LzO - meine Sparkasse
LzO - meine Sparkasse

Charlotte Mumm

*1980 in Georgsmarienhütte
2000 - 2007 Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Kassel bei Prof. Urs Lüthi
2002 - 2003 Sichuan Fine Arts Institute in Chongqing, P.R. China, in der Klasse von Zhong Biao und Yang Shu
2007 - 2008 Meisterschülerin von Prof. Urs Lüthi
Preise und Stipendien 
Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
lebt und arbeitet in Amsterdam & Goldenstedt.
www.charlottemumm.com

 

Werke

 

NEUGIER AUF VERBORGENES

Für ihre plastischen Arbeiten hat Charlotte Mumm eine Formensprache auf der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion entwickelt, die in ihrer Bedeutung schwer begreifbar, aber intuitiv verständlich ist. Im Wechsel zwischen Nähe und Ferne lassen sie einen langsamen Wachstumsprozess erkennen, aber auch reichlich Experimentierlust der Künstlerin.

„I am not a vending machine, ich bin kein Verkaufsautomat, lautet der kommentierende Titel zweier Skulpturen von 2011, in denen sie Möbelstücke zu bizarren Gebilden, schillernd zwischen maschinenähnlichen Objekten und biomorphen Wesen verfremdete, die in ihrer Verbindung von Volumen und Hohlraum magisch dynamisch mit dem Betrachter interagieren, sobald sich dieser um sie herumbewegt.

Charlotte Mumm begann mit Malereien und Zeichnungen, die tastend, jedoch mit Wünschelrutenenergie Brücken zwischen seelischen Erfahrungsräumen und fassbaren Wirklichkeiten suchten. Die doppelte Berührung, die sich in dieser Artikulation von Zwischenwelten ereignet, führte sie zu Skulpturen, die in einem wilden Mix von Material und unkonventioneller Verarbeitung jeglichen Bruch mit Berührungstabus riskieren. Schichtungen erzeugen Neugier auf dadurch Verborgenes, Unbekanntes. Haptisch Ertastetes und intuitiv Berührtes, Innen und Außen gehen eine Symbiose in Gebilden ein, welche die Frage nach dem Animalischen im Menschlichen auf verwirrend verzaubernde Weise stellen.

Die künstlerische Haltung von Charlotte Mumm wird begleitet von einem unauffälligen, diskreten Humor, einem Gespür dafür, dass jeder Erfahrungsweg, der künstlerische wie der kreative in vielen menschlichen Tätigkeiten, mit dem eigenen Fremden als einem Mitspieler zu rechnen hat, der sich nicht auf die Seite eines schnöde monomanischen Subjekts ziehen lässt" (Ursula Panhans-Bühler).